Holzfeuchtemessung
In allen Phasen der Bearbeitung, vom Kauf des Sägeholzes bis zur Lackierung, ist die Notwendigkeit, die Feuchtigkeit des Holzes zu kennen sehr hoch. Auch wenn die Wiegemethode (Gewichtsvergleich vor und nach dem Trocknen) die einzige universal anerkannte zur genauen Bestimmung der Feuchtigkeit ist, stellt uns die Technologie für die meisten Anwendungen heute genauso wirksame Geräte zur Verfügung und diese sind wesentlich praktischer, schneller und weniger intrusiv. Es ist allerdings unbedingt notwendig, je nach Anwendung das richtige Gerät zu wählen, da man den unterschiedlichen Anforderungen nur durch die Anwendung von unterschiedlichen Geräten gerecht wird; der Kauf eines Gerätes ohne vorherige Abwägung der Vor- und Nachteile kann zu herben Enttäuschungen führen. Der Handel bietet verschiedene Messgeräte an, Kontaktmessgeräte (diese messen die dielektrische Eigenschaft des Holzes) und Sondenmessgeräte (diese messen den Widerstand zwischen zwei Elektroden).
Kontakt- oder Sondenmessgeräte?
Mit Hilfe der Kontaktmessgeräte kann man auch in die Tiefe messen, dies dank des entstehenden elektromagnetischen Feldes. Die Messtiefe hängt von den Eigenschaften des Gerätes ab; der gemessene Wert ist ein Durchschnittswert des gemessenen Feuchtigkeitswertes, der mit abnehmender Sensibilität bei zunehmender Tiefe berechnet wird.
Die Sondenmessgeräte
messen den elektrischen Widerstand zwischen zwei Elektroden; die Messung erfolgt
nur in dem Abschnitt, der zwischen den zwei Sonden liegt, dies in der Tiefe, bis
zu der die Sonde eingeführt wurde.. Der Wert entspricht der maximal vorhandenen
Feuchtigkeit zwischen den Elektroden, egal ob diese an der Oberfläche oder in
der Tiefe vorhanden ist. Wenn die feuchteste Stelle zentral liegt, ist es
einfach eine Angabe zur Verteilung im inneren der Achse zu erhalten, nämlich
indem man die Anzeige des Gerätes während des Einführens der Elektroden
beobachtet; ansonsten kann man diese Information nur durch Anwendung isolierter
Elektroden erhalten, bei denen nur die Spitzen offen liegen, so dass der
Einfluss der oberen Schichten ausgeschlossen wird. Aus dem Funktionsprinzip geht
hervor, dass man bei beiden Messarten nur dann ähnliche Werte erhält, wenn die
Messung an gelagertem oder getrocknetem Holz ausgeführt wird, welches eine
gleichmäßige Verteilung der Feuchtigkeit im Inneren aufweist.
Das Kontaktmessgerät ist besser ...
wenn die Feuchtigkeit des zu messenden Materials unter 8-10% liegt
wenn das zu messende Material auf keinen Fall beschädigt werden darf
wenn auf der Oberfläche des Holzes Reif vorhanden ist
wenn man viele Messungen in kurzer Zeit durchführen möchte
Das Sondenmessgerät ist besser ...
wenn die
Feuchtigkeit des zu messenden Materials über 20-30% liegt
wenn das zu messende Material eine Stärke von unter 2 cm aufweist und es nicht möglich ist, mehrere Schichten ohne Luftspalten übereinander zulegen.
wenn anzunehmen ist, dass die Feuchtigkeit nicht gleichmäßig verteilt ist.